67. Internationalen Filmfestspiele von Venedig
Am Abend des 1. September 2010 eröffnete ein Schwan die 67. Ausgabe des ältesten Filmfestivals der Welt in Venedig: der als Favorit geltende Ballett-Thriller „Black Swan“ von Darren Aronofsky premierte als Opener am Lido.
24 Filme aus elf Nationen buhlen im Hauptwettbewerb um den goldenen Löwen. Für diese gilt es, die hochkarätige Jury, die unter anderem aus Quentin Tarantino, Danny Elfman und Guillermo Arriaga besteht, zu überzeugen.
Für Deutschland geht Tom Tykwer mit seinem ersten deutschen Film seit 10 Jahren ins Rennen. Die tragische Komödie „Drei“ handelt von einem Paar Mitte 40, das sich neu verliebt – und zwar in denselben Mann. Ebenfalls als Favoriten werden Sofia Coppolas „Somewhere“, Richard J. Lewis’ Comic-Verfilmung „Barney’s Version“ mit Dustin Hoffman sowie Saverio Costanzos „Die Einsamkeit der Primzahlen“ mit niemand geringerem als Schauspiellegende Isabella Rossellini gehandelt.
Der Ehrenlöwe geht in diesem Jahr, das steht bereits fest, an John Woo („Im Körper des Feindes“), der am Abend des dritten Festivaltages für sein Lebenswerk ausgezeichnet wird.
Enttäuschte Fans des nicht angereisten George Clooney wurden vom Auftritt der bezaubernden Natalie Portman auf dem roten Premieren-Teppich entschädigt. Diese begeisterte mit ihrer Darstellung der talentierten Tänzerin Nina in „Black Swan“ und erntete tosenden Applaus.
Die 67. Filmfestspiele in Venedig unter der Leitung von Marco Müller laufen bis zum 11. September. Bis dahin werden insgesamt 83 Filme gezeigt.
Weitere Infos zu den Filmfestspielen finden Sie unter hier.
"Scott Pilgrim Vs. The World"- An epic of epic epicness
Die Liste der Comicverfilmungen ist mittlerweile lang. Man begann bereits in den 50ern, die Bilder mit Sprechblasentext auf die Leinwand zu bringen, beschränkte sich jedoch zunächst auf die Serienform. Mit „Superman- The Movie“ kam 1978 der erste Spielfilm in die Kinos, der für die seinerzeit beeindruckenden Special Effects sogar einen Ehren-Oscar® erhielt und weltweit über 300 Millionen einspielte. Tim Burtons 1989 erschienener „Batman“-Film brachte weltweit sogar mehr als 400 Millionen ein, auch wenn die Fortsetzungen, ähnlich wie die des „Superman“-Films, eher mäßig erfolgreich waren.
Mit der Zeit wurden die Special Effects ausgereifter, sodass sich die irreale Welt der Superhelden und deren Kräfte besser auf der Leinwand umsetzen ließen. So sind Comciverfilmungen spätestens seit Bryan Singers „X-Men“ und Sam Raimis „Spider-Man“ nicht mehr nur etwas für Liebhaber der bunten Hefte, sondern im Filmbusiness salonfähig und lassen weltweit die Kinokassen klingeln.
„Scott Pilgrim Vs. The World“ mag nicht jedem gleich etwas sagen, doch Fans der Comics warten bereits seit Monaten auf den erneut verschobenen deutschen Kinostart. Der Film erzählt die Geschichte der „Scott Pilgrim“-Comicreihe von Bryan Lee O’Malley, die insgesamt sechs Bände umfasst, und sich mit einem Mix aus Humor und Herz eine große Fangemeinde innerhalb wie außerhalb Nordamerikas geschaffen hat. Von den „Fantastic Four“ bis „Hulk“ – die Helden in Comics sind meist starke Typen mit Muskeln und Superkräften; nicht so Scott Pilgrim (Michael Cera) aus Toronto, der 23-jährige Bassist der Band „Sex Bob-omb“, der sich in das mysteriöse amerikanische Rollschuh-Kuriermädchen Ramona Flowers (Mary Elizabeth) verliebt. Um sie jedoch ganz für sich zu gewinnen, muss er zunächst ihre sieben Ex-Freunde, die sich zur „League Of Evil Exes“ unter der Führung von Gideon Graves (Jason Schwartzman) zusammengefunden haben, besiegen.
Ebenso wie die vorangegangenen Verfilmungen von Comicbüchern ist diese jedoch nicht nur für Fans der Hefte geeignet, sondern für jeden, der sich für Musik und Videospiele begeistern kann, oder einfach nur gerne im Kino lacht.
Deutscher Kinostart: 06. Januar 2011
"Die Liebe der Kinder – Irgendwas fehlt immer"
Eine Autobahnraststätte irgendwo in Deutschland. Ein Mann und eine Frau begegnen sich zum ersten Mal in der realen Welt, außerhalb des Chatrooms, in dem sie sich kennengelernt haben. Zwei Menschen, die auf den ersten Blick nicht zusammenzupassen scheinen: Maren, die Bibliothekarin und angehende Wissenschaftsautorin, kulturinteressiert, gebildet, belesen, und Robert, der Baumschneider, der einmal die Woche zum Fußball geht oder ein Feierabendbier mit Freunden genießt. Gebildete Frau sucht Mann aus einfachem Hause ... Und doch gibt es da eine Gemeinsamkeit zwischen den beiden: Sie sind allein erziehende Eltern. Aus dem anfänglichen vorsichtigen Herantasten wird schnell mehr und es dauert nicht lange, bis Maren mit ihrer siebzehnjährigen Tochter Mira zu Robert und seinem sechzehnjährigen Sohn Daniel zieht. Alles scheint perfekt. Bis Maren eines Tages in das Zimmer ihrer Tochter platzt und diese nackt im Bett vorfindet: zusammen mit Daniel.
Die erste Liebe der Kinder täglich vor Augen, beginnt Maren an ihrer Beziehung zu Robert zu zweifeln. Die Unterschiede zwischen den beiden werden immer deutlicher. Irgendetwas fehlt. Robert dagegen scheint keine Probleme mit der Situation zu haben. Irgendwas fehlt halt immer.
Doch dann eröffnen die Kinder ihren Eltern, dass sie heiraten und auswandern wollen. Das neue Familiengefüge beginnt zu zerfallen...
Kinostart: 26. August 2010
"Ich & Orson Welles": Ein unglaubliches Treffen mit einem genialen Multitalent
Manhattan in den 1930er Jahren. Der Theatre District zwischen der 40sten und 54sten Straße erlebt seine Hochzeit. Einer der schillerndsten Stars dieser Zeit ist Orson Welles – Schauspieler, Regisseur, Visionär und Gründer des legendären Mercury Theatre. Auch der junge Richard (Zac Efron) träumt von einer Karriere am Broadway und ergattert durch einen glücklichen Zufall eine kleine Rolle in dem Stück JULIUS CAESAR von William Shakespeare, dessen Premiere Welles (Christian McKay) gerade vorbereitet. Doch die schillernde New Yorker Theaterwelt entpuppt sich als hartes Pflaster: Der geniale wie herrische Orson Welles führt ein hartes Regiment auf und hinter der Bühne und verfolgt seine künstlerischen Ziele gnadenlos. Neid, Missgunst und Konkurrenzkämpfe beherrschen den Probenalltag. Als sich Richard auch noch in die ehrgeizige Regieassistentin Sonja Jones (Claire Danes) verliebt, wird er unwissentlich zum Rivalen des genialen Multitalents. Ein ungleicher Kampf beginnt…
McKay als Orson Welles wurde für seine Darstellung mit dem San Francisco Film Critics Award als bester Hauptdarsteller ausgezeichnet und erhielt Nominierungen u.a. bei den BAFTA Film Awards, British Independent Film Awards, Critics Choice Award und dem Independent Spirit Award. Zudem hat Richard Linklater mit dem Mädchenschwarm Zac Efron ("17 Again"), der charismatischen Claire Danes ("Romeo & Julia"), Ben Chaplin ("The Truth About Cats and Dogs") und Zoe Kazan, der Enkelin des legendären Regisseurs und Schriftstellers Elia Kazan, den Film auf den Punkt besetzt.
Kinostart: 26. August 2010
Der erste deutsche Animationsfilm in 3D: Konferenz der Tiere
Die Tiere in der afrikanischen Savanne wundern sich: Wo bleibt das Wasser? Längst hätte es durch eine Schlucht aus den fernen Bergen kommen müssen. Der Durst wird immer größer, die Sorge auch, zumal das letzte kleine Wasserloch von grimmigen Büffeln und Nashörnern verteidigt wird. Das tapfere Erdmännchen Billy und der friedliebende Löwe Sokrates ziehen los, um das Wasser zu suchen. Dabei treffen sie auf den gallischen Hahn Charles, der eine Eisbärin, ein Känguru, einen Tasmanischen Teufel und zwei Galapagos-Schildkröten nach Afrika geführt hat. Sie mussten aus ihren zerstörten Heimatregionen nach Afrika fliehen und hoffen im Okavango-Delta auf ein besseres Leben. Doch leider haben die Menschen auch dieses letzte Paradies nicht verschont: Der Hotelier Smith hat einen gewaltigen Staudamm bauen lassen und verschwendet alles Wasser für ein Luxushotel. Ausgerechnet hier halten die Politiker eine Konferenz zum Schutz der Umwelt ab. Die Tiere antworten auf diese Herausforderung mit ihrer eigenen Konferenz: Die weise Elefantenkuh Angie appelliert an alles, was laufen, fliegen, trampeln oder kriechen kann, sich zu wehren. Das ist der Auftakt zu einer turbulenten Offensive voller tierischer Tricks.
Inspiriert durch Erich Kästners Literaturklassiker "Die Konferenz der Tiere" (1949) zeigen die Produzenten und Regisseure von "Urmel aus dem Eis" und "Urmel voll in Fahrt" Reinhard Klooss und Holger Tappe einen rasanten Kinospaß mit modernster Animationstechnik in 3D und einem höchst aktuellen Thema. In bezaubernd realistischen Landschaften agieren liebenswerte CGI-Helden, denen Stars wie Ralf Schmitz, Thomas Fritsch, Christoph Maria Herbst, Bastian Pastewka und Oliver Kalkofe ihre Stimmen leihen. Xavier Naidoo singt den von ihm verfassten Titelsong "Wild vor Wut", die Filmmusik stammt von David Newman ("Ice Age").
Kinostart: 7. Oktober 2010
|